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Die Insel des Dr. Moreau

Figurentheaterstück nach dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells

 

Eine Neuinszenierung mit Figuren und Objekten von Moritz Decker und Eva-Maria Schneider. Musik von Johannes Döpping.

 

Eine Allegorie auf das Gewaltpotential des zivilisierten Menschen in Zeiten des Zerfalls alter Ordnungen. Wie lange hält unser Gesellschaftsgefüge, wann geht es kaputt? Und wann wird aus der Angst Gewalt und aus der Gewalt die neue Normalität? Können wir menschlich bleiben in Zeiten allgemeiner Unsicherheit, in Zeiten von Konflikten, die sich der Kategorisierung in gut und böse entziehen und nur noch wirr und unlösbar erscheinen? Sind oder waren wir überhaupt jemals Menschen?

Edward Prendrick erzählt uns von seiner unfreiwilligen Reise zu einer abgelegenen Insel. Hier geht der Wissenschaftler Dr. Moreau seinen Forschungen nach. Ausgeliefert und ohnmächtig sieht sich Edward Prendrick einem Mikrokosmos aus Macht, Gewalt und unterdrückten Triebe gegenüber.

»Angst ist eine Krankheit, eine rastlose Furcht«
– Edward Prendick –

 


 

Ein grauer Kleiderberg türmt sich auf der Bühne. Ein Artefakt für die Existenz einer Zivilisation oder nur der abgetragene und wahllos liegen gelassene Müll der Gesellschaft? Immer wieder formt sich der Kleiderhaufen zu einem neuen Bild, zu Landschaften und zu Spielstätten des Geschehens. Doch halt, etwas bewegt sich dort, bahnt sich den Weg durch die vielen Schichten, unausweichlich und stetig. Es kommen Wesen zum Vorschein, die eigenartig sind, derb und grob und zugleich fragil und zärtlich.

Es wird zeitgenössisches Figurenspiel geben, ebenso wie klassisches Puppenspiel. Figuren, Objekte, Requisiten und Bühne werden wir selbst bauen, entsprechend der Gesamtästhetik der Figuren sollen diese animalisch und stark sowie zeitgleich unsicher und fragil erscheinen.

 

 

Für das Bühnenbild wollen wir mit Stoff- und Plastikelementen arbeiten, da sie für uns die heutige Gesellschaftsform in einem gewissen Maße repräsentieren. Wir wollen diese beiden Materialien, die uns immer wieder am Wegesrand begegnen, einbinden. Doch nicht nur als Kulisse, sondern auch als Spielpartner.

Die morbide Mischung aus weggeworfenen Textilien und grellem Plastik wird musikalisch unterstützt durch Klangflächen aus Synthesizer- und Schlagzeugsounds. Der Musiker Johannes Döpping wird in das Geschehen integriert und ein aktiver Teil des Stückes sein. Als gleichberechtigter Spielpartner wird er unsere Szenen atmosphärisch unterstützen wie auch bestimmen und manchmal auch beherrschen.

 

 

Beteiligte Personen:

 

Eva-Maria Schneider


 

Geboren in Singen im Hegau, begann Eva-Maria Schneider schon früh ihre künstlerische Laufbahn. Nach einigen Exkursen in die Märchen- und Comicwelt, absolvierte sie an der Lazi-Akademie in Esslingen eine Ausbildung zur Fotografin und Kommunikationsdesignerin. Zahlreiche freie Auftragsarbeiten, z.B. für die Kulturszene in Stuttgart, später, zog es sie für das Studium der Theaterwissenschaft und Kunstpädagogik ins sächsische Leipzig, wo sie bis heute heimatlich verortet ist. Studienbegleitend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim partizipatorischen virtuellen Museum Me & Things der Universität Leipzig, Regieassistentin bei Opernproduktionen der Hochschule für Musik und Theater Leipzig unter Leitung des Regisseurs Matthias Oldag. Während ihres Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Figurenspiel.

Inzwischen liegen ihre Schwerpunkte auf den folgenden Bereichen:

Figuren- und Objekttheater

In Leipzig befindet sich mit dem Westflügel Lindenfels eines der renommiertesten Zentren für Figuren- und Objekttheater in Deutschland. Seit über einem Jahr ist Eva-Maria Schneider hier als Helferin und Darstellerin aktiv. Nach der Mitwirkung als Schauspielerin beim sogenannten Neon Palace, einem futuristischen Live-Rollenspiel, realisierte sie im Rahmen der Expeditionen ins junge Figurentheater ein Tryout als Reise in die Kindheit.

Außerdem bildet sie sich stetig am Figurentheaterkolleg in Bochum und bei diversen Workshops, rund um das Thema Schauspiel und Puppenbau, weiter.

http://www.westfluegel.de/de/matukio/event/0/10-theater/85-neon-palace

 

http://www.westfluegel.de/de/matukio/event/0/10-theater/226-expeditionen-in-das-junge-figurentheater-horizontbearbeitung-copy-937

 

Improvisationstheater

Die Kunst, Geschichten gemeinsam mit den Zuschauer_innen zu erfinden, in ein abendfüllendes Stück zu verwandeln und dies noch dazu komplett aus dem Stegreif, ist es, was das Improvisationstheater auszeichnet. Unter mehrjähriger professioneller Anleitung des Schauspielers August Geyler, konnte sich Eva-Maria Schneider als gefragte Improspielerin etablieren. So steht sie mit den Gruppen Action + Drama sowie schlicht & ergreifend regelmäßig auf der Bühne.

http://actionunddrama.de/

https://www.facebook.com/SCHLICHT-ergreifend-1376503412649272/

 

Kunstpädagogische Angebote

Eva-Maria Schneider wirkte bei soziokulturellen sowie integrativen Projekten u.a. des Haus Steinstraße e.V. mit. Ihr Schwerpunkt im pädagogischen Bereich liegt auf der Produktion von Trick- und Stop-Motion-Filmen, Fotografie, Geschichten- und Erzählwerkstätten

 

 

Moritz Decker


 

Moritz Decker, geboren 1983 in Marburg, beschäftigt sich in seinen Arbeiten hauptsächlich mit nicht normativen Charakteren und der unerklärlichen Komplexität des Daseins. Dies geschah als Kind zuerst mittels Comics, später vor allem in der Malerei und kleinen Stop Motion Filmen.

 

Puppenfilm und Video

Das Interesse am bewegten Bild führte 2007 zum Studium der Mediengestaltung an der Bauhaus Universität Weimar, wo er anfangs vor allem im Bereich Animation und Stop Motion Film arbeitete. Ab 2009 entdeckte er den Puppenfilm für sich und konzentrierte sich für den Rest des Studiums auf diesen Bereich. Das umfangreichste Projekt dieser Zeit, eine in der Entwicklung befindliche Puppenserie – Reiner & Keiner – wurde 2010 von der Staatskanzlei Thüringen mit 5000 € gefördert.

 

Trailer Reiner & Keiner: 

https://www.youtube.com/watch?v=gPWh0LOLWOA

 

Figurentheater

Durch die Arbeit mit Handpuppen wuchs nach dem Studienabschluss (Bachelor of Arts) 2012 das Interesse, vor Publikum aufzutreten. Im Gegensatz zum Medium Film ermöglicht das direkte Erleben der Figuren eine eindrücklichere Erfahrung der ZuschauerInnen.

Mit seinen Arbeitspartnern Maxim Lichtenwald und Markus Koch gründete Herr Decker 2015 die Figurentheater Gruppe „Warz und Scheiss“. 2016 entstand das erste Bühnenstück „Johnny the Ronny und das magische Hermsdorfer Kreuz der (freiwilligen) Zwangsprostitution“, welches am 2016 in den Cammerspielen Leipzig Premiere hatte. Das zweite Stück der Gruppe, „Die letzte Beutelratte“ wurde 2017 vollendet und wird hatte im September 2018 im Neuen Schauspiel Leipzig Premiere.

 

 

Johannes Döpping

 

Johannes Döpping, geboren in Gotha, begann als Jugendlicher mit dem Schlagzeugspiel. 1998 gründete er seine erste Band „the natural craze“, mit der er erfolgreich an verschiedenen Nachwuchswettbewerben (Viva Act 2000, Watchout Newcomer Erfurt, Yomo Jugendmesse Erfurt) teilnahm. Ab 2003 studierte er an der HfM Carl Maria v. Weber Dresden im Hauptfach Schlagzeug Jazz/Rock/Pop bei Prof. Günther „Baby“ Sommer mit dem Abschluss Diplommusiker im Jahr 2007.

 

Seit 2004 arbeitete Herr Döpping an verschiedenen Theater/Musical-Stücken (Staatsschauspiel Dresden, Festspielhaus Hellerau, Komödie Dresden) mit.

Mittlerweile spielt er in verschiedensten Bands und Projekten. Dies umfasst sowohl eigene Bands wie „Tarentatec“, „Schnaak“, die Frank Zappa Coverband „Aufrichtiges Zappa“, als auch Studioaufnahmen und Tourbegleitungen für andere Musiker (z.B. Sickerman, Looprausch, Baby Universal).

 

Seine körperbetonte und freudvolle Spielweise gibt er seit vielen Jahren an die SchülerInnen seines Schlagzeugunterrichts weiter, derzeit im eigenen Probe- und Übungsraum in Leipzig.

 

Johannes Döpping hat eine starke Bühnenpräsenz und überzeugt durch eine charismatische Mischung aus technischer Virtuosität und dem Gefühl für die leisen Momente.


Bands/Projekte:

Schnaak: www.fruitsoftheschnaakgarden.com

Tarentatec: www.tarentatec.de

Aufrichtiges Zappa: Tarentatec plays Zappa in Lissabon

Sickerman: http://sicker-man.blogspot.de/

Soundcloud: https://soundcloud.com/johannes-d-pping

 

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