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2016 zeigten wir Fotoreportagen von Gerda Taro, die 1933 von Leipzig aus ins Exil nach
Paris ging, erstmals in ihrer ehemaligen Heimatstadt. Das Display im Leipziger Stadtraum konnten wir dank eurer Unterstützung verwirklichen. Zum 8. Festival für Fotografie f/stop Leipzig bespielen wir einen historisch wichtigen Ort – den Wilhelm-Leuschner-Platz, Platz der friedlichen Revolution – und entfachen mitten in der Stadt eine Debatte um das Jahr 1990. Beim Crowdfunding könnt Ihr das Projekt unterstützen.

Das Jahr 1990 freilegen – mit diesem Vorsatz begannen Kurator Jan Wenzel, die Künstlerin Elske Rosenfeld und der Fotograf Andreas Rost die Arbeit für f/stop In Situ, ein Projekt im Rahmen des Festivals für den Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig. Die These: Wer den Erfolg populistischer Bewegungen in Ostdeutschland verstehen will, muss einen Blick in die Gefühlslage der Wiedervereinigungszeit werfen. „An Fakten erinnert man sich, aber Gefühle, die sind schnell weg“, sagt Rost. Für das Projekt hat er sein fotografisches Archiv von 1990 nach langer Zeit wieder gesichtet, und war überrascht: Viele der Fragen von heute seien schon damals angelegt gewesen. Und: „Die Gefühle spiegeln sich in den Gesichtern der Menschen wider, die ich als Student auf den Straßen Leipzigs festhielt.“  

 

Andreas Rost, aus der Serie: 1990, 1990.

Bild: Andreas Rost, ohne Titel, 1990.

 

Vergleicht man die Jahre 1989 und 1990, fällt auf, dass sie in der kollektiven Erinnerung höchst unterschiedlich präsent sind. Jeder kann sich die Ereignisse des Herbstes ’89 ins Gedächtnis rufen, während das Jahr 1990, das in seinen Entwicklungslinien immer wieder abreißt, oft unfassbar bleibt, nicht erzählbar ist. Ähnlich wie Kinder sich an nichts erinnern können, was vor ihrem dritten Lebensjahr geschehen ist, scheint auch das Jahr 1990 für viele Ostdeutsche eine verschüttete Zeit zu sein. 

Gemeinsam mit Jan Wenzel entwickeln Elske Rosenfeld und Andreas Rost derzeit ein Bild-Text-Display für den Wilhelm-Leuschner-Platz, um diese verschüttete Zeit freizulegen. Darauf werden Fotografien von Andreas Rost zu sehen sein, sowie Beobachtungen von Elske Rosenfeld und dem verstorbenen Fotografen Christian Borchert. Der Wilhelm-Leuschner-Platz spielt eine zentrale Rolle im Leipziger Stadtraum und im Gedenken an die friedliche Revolution. Nach dem gescheiterten Versuch, hier ein Einheits- und Freiheitsdenkmal zu errichten, will das Bild-Text-Display einen Beitrag zur Erinnerung an die Wiedervereinigungszeit leisten, aber auch vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen eine Debatte anregen. f/stop In Situ wird im Vorfeld des Festivals am 19. Juni 2018 ab 19 Uhr am Wilhelm-Leuschner-Platz eröffnet.

 

Bild: f/stop In Situ 2018, Visualisierung

 

Damit das Bild-Text-Display so realisiert werden kann, wie wir uns das vorstellen, benötigen wir Eure Unterstützung. Einen Großteil der Kosten für das Festival konnten wir bereits durch Fördergelder finanzieren. Um das In Situ-Projekt umsetzen zu können, fehlen noch 6000 Euro.

Das f/stop ist eines der wichtigsten Festivals für Fotografie in Deutschland. Die 8. Ausgabe des f/stops findet vom 23. Juni bis zum 1. Juli 2018 auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei statt und beschäftigt sich mit dem Thema „Zerrissene Gesellschaft“. Kuratiert wird es in diesem Jahr zum zweiten Mal von den Spector Books-VerlegerInnen Anne König und Jan Wenzel. Das Festival fragt in mehreren Ausstellungsteilen auf der Spinnerei und mit dem In Situ-Projekt, wie durch die Fotografie das Gesellschaftliche – das schwierige Ganze – wieder in den Blick gerückt werden kann. Auf welche Weise kann die Fotografie heute ein Medium des Demokratischen und der gesellschaftlichen Vermittlung sein? Und wie lassen sich Aushandlungs- und Kommunikationsprozesse fotografisch begleiten?

Als Dankeschön erwarten Euch neben Klassikern — Festivalkatalog (dieses Mal erscheint er im Zeitungsformat), f/stop-Beutel, Festivaltickets — einige Besonderheiten. In einer Kooperation mit dem Leipziger Label Can’t Decide haben wir einen Sweater entworfen, auf dem das Jahr „1990“ eingestickt ist. Der Künstler Andrzej Steinbach signiert fünf Exemplare seiner neuen, bei Spector Books erschienenen Publikation „Gesellschaft beginnt mit Drei”. Unser Medienpartner Camera Austria International vergibt drei einjährige Abonnements. Das Highlight: Andreas Rost hat zwei Fotografien ausgewählt, von der wir euch eine limitierte Edition anbieten. 

Mehr Informationen zum Festival findet Ihr unter: www.f-stop-leipzig.de, auf Facebook und auf Instagram

Wir freuen uns über Deine Hilfe und hoffen, Dich beim Festival zu sehen!

Dein f/stop-Team

 

*Wir behalten uns vor, unsere Unterstützer zu prüfen und gegebenenfalls vom Vertrag mit einem Unterstützer zurückzutreten. 

 

 

6 Kommentare

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am 15.07.2018 um 11:21

Hallo G.
wir sind gerade in den Nacharbeiten des Festivals und werden die Dankeschöns Ende kommender Woche versenden. Wenn du das Buch gerne schneller in Händen halten willst, kannst du es dir auch im Festivalbüro auf der Spinnerei abholen, dazu schreib uns eine kurze Mail mit dem gewünschten Abholzeitraum an office@f-stop-leipzig.de

 

am 14.07.2018 um 15:07

Hallo
ich finde das Projekt toll. Leider hab ich mein Buch auch noch nicht erhalten. Muss ich noch was tun?
viele Grüße
G.

 

am 10.06.2018 um 17:00

Hallo zusammen, merci für das kurzfristige Feedback! Ich bin positiv überrascht! Liebe Grüße Steffen

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am 10.06.2018 um 16:11

Hallo Steffen,
ich gehöre nicht zum Festivalteam, wollte aber kurz auf deinen Unmut eingehen, da ich davon ausgehe, dass die Verantwortlichen mit der Vorbereitung des Festivals gerade alle Hände voll zu tun haben:
Du bekommst deine Gegenleistung - in deinem Fall offenbar den Abzug eines Fotos - sobald das Crowdfunding erfolgreich war. Das heißt, im Idealfall musst du dich nur etwas gedulden. Sollte das Finanzierungsziel nicht erreicht werden, bekommst du dein Geld komplett zurück.
Ich hoffe, ich konnte helfen und du unterstützt das Projekt vielleicht doch weiterhin.
Einen schönen Tag wünscht
Julia

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am 10.06.2018 um 16:06

Lieber Steffen Woyth,
danke für deine Nachricht. Das tut mir total leid, so sollte es natürlich nicht laufen. Ich bin in Kontakt mit den Organisatoren des letzten Festivals, wir schicken dir den versprochenen Abzug schnellstmöglich zu. Liebe Grüße Daniel

 

am 10.06.2018 um 15:53

Liebes Festivalteam, mich erreichte Eure Anfrage um Unterstützung des neues Projektes. Gerne würde ich wieder helfen, wären da nicht die avisierte und nicht geleistete Gegenleistung eines Abzuges des unterstützten Bildes. Im Grunde kommt es nicht darauf an. Aber 2 Mails an Euch unbeantwortet zu lassen hat mich verärgert. Daher verabschiede ich mich aus Eurem Unterstützerkreis. Steffen

Bereits abgelaufen!
7.010,81 € 104 % von 6.714,00 € Ziel
137 Unterstützer
Erfolgreich finanziert!

Dieses Projekt erreichte bis zum 18.06.18 MEZ die benötigte Summe und konnte in 21 Tagen finanziert werden.

Gegenleistungen

  • ab 5,00 €
    Festival-Poster – f/stop 2018 *

    Du bekommst unser Festival-Poster

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    Du bekommst ein signiertes Exemplar des 2017 bei Spector Books erschienenen Buchs „Gesellschaft beginnt mit drei“ von Andrzej Steinbach. Er ist einer der Künstler des f/stop-Festivals 2018.

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    Du bekommst das 2018 bei Spector Books erschienen Buch „Im Krankenhaus“ mit Fotografien von Ludwig Kuffer, Andreas Langfeld und Elisabeth Neudörfl. Es wird 2018 im Festival-Bereich f/stop Print vorgestellt.

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    Riso-Druck von Paula Bulling *

    Du bekommst einen limitierte, signierte und im Risographie-Verfahren gedruckte Illustration der Künstlerin Paula Bulling. Sie stellt beim f/stop 2018 eine gemeinsam mit Anne König erarbeitete Graphic Novel zum NSU vor. Diese Illustration ist ein Blatt aus einem Kapitel. (42 × 29,7cm)

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    Du bekommst ein limitiertes Siebdruck-Poster (841 × 594 mm) des Schweizer Gestalters Ludovic Balland zu seiner Serie „American Readers at Home“ (2016), die er beim f/stop 2018 vorstellt.

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    Very Special Limited Sweater „1990“ *

    Du bekommst den Sweater „1990“, bestickt vom Leipziger Labels Can’t Decide. Größe wählbar, weiß auf schwarz oder schwarz auf weiß. Das Jahr, an das man sich weniger erinnert als an 1989, dessen Ereignisse aber bis in die Gegenwart wirken, steht im Mittelpunkt von f/stop In Situ 2018.

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  • ab 60,00 €
    Abo Camera Austria International *

    Seit 1980 gibt die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Camera Austria International ihren LeserInnen Einblicke in wichtige Debatten zur Rolle der Fotografie als Medium und Praxis zeitgenössischer Kunst und präsentiert herausragende KünstlerInnen, die außerordentliche Beiträge zur ständigen Weiterentwicklung des Mediums erarbeitet haben. Für unser Crowdfunding vergibt die Zeitschrift 3 Abonnements, die je nach einem Jahr, also vier Ausgaben, enden. Das Abo gilt nur für den Versand innerhalb Europas.

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  • ab 100,00 €
    Blick hinter die Kulissen *
    Du und eine/r deiner FreundInnen seid dabei beim f/stop-Brunch! Trefft die KünstlerInnen und die KuratorInnen am 23. Juni 2018 ab 12 Uhr auf der Baumwollspinnerei.
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  • ab 150,00 €
    Private KuratorInnen-Führung *
    Du und eine/r deiner FreundInnen bekommen eine exklusive Führung mit den KuratorInnen.
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  • ab 250,00 €
    Edition f/stop 2018: Andreas Rost I *
    Andreas Rost war 1990 mit der Kamera in den Straßen Berlins und Leipzigs unterwegs. Für f/stop In Situ hat er die beeindruckenden Bilder erstmals wieder aus dem Archiv geholt. Du erhältst eine Fotografie aus der Edition. Sie ist auf 8 Stück limitiert. Pigmentdruck auf Baryt 30 × 40 cm.

    jetzt unterstützen 3 von 8 verfügbar
  • ab 250,00 €
    Edition: f/stop 2018 Edition: Andreas Rost II *
    Andreas Rost war 1990 mit der Kamera in den Straßen Berlins und Leipzigs unterwegs. Für f/stop In Situ hat er die beeindruckenden Bilder erstmals wieder aus dem Archiv geholt. Du erhältst eine Fotografie aus der Edition. Sie ist auf 8 Stück limitiert. Pigmentdruck auf Baryt 30 × 40 cm.

    jetzt unterstützen 5 von 8 verfügbar
  • ab 800,00 €
    Edition f/stop 2010 *
    Du erhälst ein Exemplar der f/stop 2010 Edition (Auflage 15), mit Arbeiten der KünstlerInnen: Hans-Christian Schink, Viktoria Binschtok, Andy Kania, Linda Troeller, Pernille Koldbech Fich, Tess Hurrell, Thomas Xaver Dachs/ Martin Bilinovac und Arno Schidlowski.
    jetzt unterstützen 3 von 3 verfügbar
 

 

Bertram Kaschek
Dresden, Deutschland
 

250,00 €

Thilo Scheffler
Berlin, Deutschland
 

250,00 €

Cornelius Schröder
Leipzig, Deutschland
 

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Eckhard Braun
Wittlich, Deutschland
 

250,00 €

Karen Weinert
Dresden, Deutschland

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