Foto einer Vision

 

"Das Leben ist wie eine Hühnerleiter - kurz und beschissen."

 

...pflegte meine Mutter in jenen Zeiten zu sagen, in denen sie als Alleinerziehende dafür kämpfte, ausreichend Geld für die Miete und ein paar Lebensmittel aufzubringen.

 

Leseprobe

Der folgende Ausschnitt stammt aus dem ersten Kapitel des Buches. Alle im Buch vorkommenden Namen und Orte wurden verfremdet, um das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen zu wahren.

                     

 

Feldgrau

 

Ich steige als Einzige aus dem Zug aus und tapse die Straße entlang, vorbei an dem kleinen Bahnhofsgebäude. Vorbei an den roten Lettern, die vom gelb-weißen Anstrich des Gebäudes blättern: „Greinberg“. Vorbei an der kleinen, blassgrauen Katze, die hier jeden Tag herumstreunt. Ich sehne mich nach Nähe, nach ihrem weichen Fell. Mich hin knieend, gebe ich lockende Geräusche von mir, um sie auf mich aufmerksam zu machen. Zögernd läuft sie ein paar Schritte auf mich zu. Als ich langsam meine Hand nach ihr ausstrecke und die warme, gleichmäßige Vibration ihres Schnurrens spüre, überkommt mich ein Wohlgefühl der Geborgenheit. Vielleicht bin in Wirklichkeit ich das kleine Kätzchen, welches sich ein paar Streicheleinheiten von unbekannten Straßenpassanten wünscht…

Ein mir allzu gut bekanntes Motorengeräusch kommt näher. Ein letzter Blick in die jungen Kätzchenaugen. Der rote Citroen Kombi bleibt neben mir stehen, während der Wind am Straßenrand einige Blätter vor sich her treibt– es wird kühl. Unter Mitleid erregendem Miauen sträubt das Kätzchen sein Fell und saust davon. Nur das Geräusch des laufenden Automotors unterbricht die stille Trostlosigkeit dieses Herbstnachmittags.

Als ich einsteige, mich auf den Beifahrersitz setze und meinen Rucksack bei meinen Füßen verstaue, fällt kein Wort zwischen Mama und mir. Es ist wohl wieder einer jener Tage, an denen sie von Depressionen und Unzufriedenheit gelähmt ist. Während der Autofahrt blicke ich schweigend aus dem Fenster. Kein Mensch ist draußen zu sehen, in dieser abgeschotteten Einöde aus Äckern, Wald und Wiesen. An Tagen wie heute vermeide ich es, meiner Mutter gegenüber in irgend einer Weise Interesse an ihrem Befinden zu zeigen. Ein derartiger kleiner Pieks in ihre Gefühlswelt würde doch nur eine Tirade des Selbstmitleids auslösen. Für Anteilnahme oder Trost fehlt mir die Kraft.

Weil mir die Stille im Auto doch zu unheimlich wird, wage ich schließlich einen Blick in ihre Richtung. Die Straße fixierend, starrt sie durch die Windschutzscheibe und sieht mit ihren müden Augen aus, als hätte sie wieder einmal nicht geschlafen. Unser Haus zeichnet sich als kleines weißes Etwas in der Ferne ab und kommt näher. „Mama.“,sage ich in leisem – fast flüsterndem – Ton, „Hast du gestern Nacht wieder zu lange gegrübelt?“

Einatmen. Sie schnauft. Saugt die Luft hektisch ein und atmet bebend aus, wie ein stotternder Motor, die Augen weiterhin starr geradeaus gerichtet. Ich folge ihrem Blick. Bäume. Im Nachbarsgarten stehen Most-Birnbäume, mit ihren bräunlichen Früchten, welche zu dieser Jahreszeit reichlich und überreif oder gar matschig auf Wiesen und Straßen liegen. Dabei verströmen sie einen ganz speziellen Duft. Blitzschnell reißt Mama das Lenkrad herum, gibt Vollgas. Der Motor dreht hoch. „Ich bringe mich um!“ Schreit sie, auf einen Matschbirnenbaum zusteuernd.

Der Baum rast auf mich zu, als wolle er mich über den Haufen rennen.

In diesem Moment reduzieren sich meine Gedanken zu einem einzigen Schluss: Wenn ich jetzt sterben muss, dann sei es so. Ich kann guten Gewissens mit meinem Leben abschließen und habe keine Angst vor dem Tod.

Sie reißt das Lenkrad herum und kommt auf der Straße zum Stehen. Schweigen.

(c) Aurora Roth

alle Rechte vorbehalten

 

 

Liebe UnterstützerInnen!

Ein Buch bedeutet für Autoren immer eine Investition. Man investiert Herzblut, Zeit und nicht zuletzt: Nerven. Als junge Autorin war es für mich im letzten Jahr an der Zeit, eine Geschichte zu erzählen, für die ich von alledem besonders viel investierte. Um die daraus entstandenen kurzen Texte über eine Vielzahl von Grenzerfahrungen möglichst gut teilen zu können, brauche ich jetzt, im Endspurt, eure Hilfe! Für einen ersten Eindruck meiner Arbeit, nehmt euch doch einen Moment Zeit, um in die Leseprobe am Ende dieser Seite zu schnuppern! Wenn ich euch mit diesem Text ein wenig in Spannung versetzen konnte, so lasst es mich durch euer Mitwirken wissen!

 

 Quelle: aboutpixel.de / Frau in einer Unterführung © Heiko Küverling

 

Der Plot

Nachdem mein Vater verstorben war und mein Bruder zur Adoption freigegeben wurde, entwickelte sich zwischen meiner chronisch psychisch kranken Mutter und mir eine ganz spezielle Bindung, die noch viele Herausforderungen überstehen sollte. In diesem Buch greife ich die Zeit meiner Kindheit auf, die ich von Isolation, religiösem Wahn, Alkoholismus und Depressionen in der mich umgebenen Erwachsenenwelt geprägt erlebte. Trotzdem ich mich aufgrund der lebensfeindlichen Umstände bereits im Grundschulalter mit dem Gedanken des Suizids beschäftigte, konnte ich letztlich zu Stabilität und Zufriedenheit finden.

Begleitet mich auf einer Reise zwischen Mutterliebe und -Hass, zwischen Loyalität, Schuldgefühlen und letztlich zur Flucht in die Unabhängigkeit.

 

Umfang und Vertrieb

Dieser erste Teil einer wahren Begebenheit soll in seiner Endfassung etwa 90 bis 100 Seiten umfassen.

Um selbst alle Rechte an meinem Buch behalten zu können, habe ich mich gegen die Unterstützung eines Verlages entschieden. Das Buch wird via Amazon und Print on Demand als E-Book sowie Paperback erscheinen. Das Cover wurde bereits erstellt.

 

Nun brauche ich noch Unterstützung beim Tragen der Kosten für Lektorat, Layout & Druck. Nur euer Beitrag kann eine Veröffentlichung ermöglichen und mir somit die Chance bieten, gegebenenfalls ein zweites Buch dieser Reihe enstehen zu lassen!

 

 

Ich bedanke mich im Voraus für eure Unterstützung inform von Kommentaren und finanziellen Beiträgen!

 

eure

 

Aurora Roth

 

 

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