Foto einer Vision

 

Unsere dringliche Bitte, die aufwändige Editierung des ersten Folgebandes budgetär zu unterstützen, richtet sich an alle begeisterten und engagierten Leser des ersten Bandes der LeVitationen. Gleichwohl an religiös und philosophisch interessierte Personen jeglicher Konfession, die dazu beitragen möchten, eine substanzielle Botschaft christlicher Lebensüberzeugung bekannter zu machen, die im Hier und Heute gelebt wird.

Diese wird in den angekündigten Texten auch als einzigartiges ästhetisches Erlebnis dargeboten.

                                                                        * * *

Die „LeVitationen“ bilden eine heterogene Sammlung erzählender und program­matisch-philosophischer Texte, alle ineinander verflochten und hauptsächlich in Dialogform abgefasst. Gesprochen werden sie von zwei ca. fünfunddreißigjährigen Exil-Chilenen,  deren Beschäftigung mit den existenziellen Fragen des Daseins in der Fremde und deren Bewältigung aus der unmittelbaren Erfahrung der eigenen kulturellen Gespaltenheit erwächst.

„Was ist unser Leben? Die Gnade des Am-Leben-Seins oder der Fluch des Leben-Müssens? Der Glaube entscheidet das, nicht die äußere Realität. Wenn nicht der Glaube sie entscheidet bzw. über sie; dann allerdings verhält es sich andersherum.“

Auf verschiedenen Pfaden (und konkret im Gehen) ergründen beide den verlorenen „inneren Himmel“ des Menschen mit motivischer Vertiefung der realen seelischen Identität bzw. einer von Ursprung an gesetzten „inneren Doppel­geschlechtlichkeit“ des Menschen bzw. seiner geist(ig)-seelischen Innenperson; hiernach des „weltlichen Exils“ des Menschen in seinen Widerspiegelungen gesellschaftlicher, weltpolitischer, wiewohl zwi­schen­menschlicher Natur, d. h. nicht allein und vorrangig persönlich-religiöser Natur.

Begleitend umfasst der Zyklus „inspirierte Abhandlungen“ zu diesen christlich-mystischen Motiven mit gesellschaftskritischem, zum Teil eklatantem Gegenwartsbezug, die sich aus dem Gesprächshergang entwickeln und in diesen wieder einmünden (insbs. „Das Alte Lied“, „Die Bitte“).

Schrittweise öffnet sich so der Blick auf Ebenen der existenziellen religiösen Erfahrung der beiden Protagonisten, die alles zuvor Geschilderte, Durchlittenes und Ausgestandenes, anders und neu erscheinen lässt; im Licht einer finalen Gewissheit um die Bestimmung und eigenste Kraft des Menschen, die als das gemeinsame Herzstück verschiedener, einander vermeintlich wider­sprechender Bekenntnisse und Traditionen des gelebten Glaubens beschworen wird. Denn

„wie oder was wir von Gott denken, uns als Gott vorstellen, entlarvt nur uns selbst, die Unreife oder den Reifegrad, die gewachsene oder mangelnde Reichweite unserer eigenen geistigen Kräfte und empathischen Fähigkeiten. Die in unseren industriellen Gesellschaften übliche Gottes­vorstellung entspringt aber der Vorstellung vom unendlichen Refugium des Ichs in sich. Über Gott selber sagt diese Vorstellung daher gar nichts aus.“

Auf der späten Höhe (oder Tiefe) der erläuterten Erfahrungen verschmelzen insbesondere das Innerste des christlichen Bekenntnisses und der sufitisch-islamischen (und schiitischen) Spiritualität ganz ineinander. Verdeutlicht wird dann, welche hindernde Verkehrtheit sowohl im amtlichen, formalisierten Christentum dieser Tage, als auch im Salafismus, bzw. dem geistig unreflektierten, buchstabengetreuen und „verordneten“ Islam unserer Tage besteht. Und was davon zu überwinden ansteht, aus dem vereinenden einen Geist des Herzens und der Nächstenliebe heraus, den der Eine wahrhaftige Gott im Menschen sucht und formt.

Weitgehend festgemacht an der subjektiven Erfahrungswelt ihres Protagonisten Alberto (Albe), eingekleidet in eine dramatische Rahmenhandlung um diese Gestalt, geben die Gespräche die geistige Formung und Entwicklung eines verzweifelt ringenden Menschen des Glaubens wieder. Sie beschreiben seinen „Abstieg zum Gipfel“, bzw. (mit den Worten Emil Bocks) ein „Hinabsteigen in den Turm der Verleiblichung“, ein vehementes Aufwachen in die reale Nähe und Gefährdung des Heiligen in dieser Welt, das jegliche distanzierte Frömmigkeit ausschließt und zuletzt große Opfer fordert. Einschneidende Erlebnisse, insbesondere der eigenen Exilerfahrung und der geistig-seelischen Misere bzw. Ortlosigkeit, die Albe sich und nahezu alle seine Mitmenschen zur Jahrtausendwende (2000-2010) durchleben sieht, begünstigen seine rapide eigene Veränderung und eine radikale Entscheidung. Der Widerwille, den die Erstere selbst bei seinen vertrautesten Freunden auslöst, fordert ihm einen finalen Kampf der religiösen Überzeugung ab, auf den hin sich die geschilderte „Gesprächshandlung“ unabwendbar zuspitzt.

 

Der Folgeband „Levitationen, 2.“ enthält den häufig angeführten Haupttext  „Das Alte Lied“ und wird voraussichtlich im Herbst d. J. 2015 im Frieling-Verlag erscheinen.

Es danken für jede Unterstützung dieses Projektes herzlich

Der Autor & Der Verlag Frieling.

 

*Wir behalten uns das Recht vor, unsere Unterstützer zu überprüfen und gegebenenfalls von einem Vertrag mit einem Unterstützer zurückzutreten.

 

Bereits abgelaufen!
0,00 € 0 % von 13.814,06 € Ziel
0 Unterstützer
Leider nicht finanziert!

Dieses Projekt erreichte die benötigte Summe bis zum 26.07.15 MEZ nicht und konnte in 55 Tagen nicht finanziert werden.

Gegenleistungen

  • ab 200,00 €
    Hochwertige Edition + Lesung *
    Alle Unterstützer, die über 200 EURO beitragen, erhalten sowohl den 2., als auch den 3. Band der "Levitationen" kostenlos zugesandt und eine Einladung zu einer flankierenden Lesung des Autors anlässlich des Erscheinens des 3. Bandes, voraussichtlich im Herbst 2016.
    jetzt unterstützen 70 von 70 verfügbar

Video

Widget vertical

 

Widget horizontal