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Erhalt von 90 sehr seltenen historischen Obstsorten

Noch gibt es einige wenige Exemplare derjenigen Obstsorten, die früher in Sachsen sehr weit verbreitet waren. Man findet sie zum Teil noch in anderen Ländern, in Privatsammlungen etc., aber oftmals nicht mehr in Sachsen. Viele dieser Obstsorten sind vom Aussterben bedroht.

Wir haben die Möglichkeit, 90 dieser sehr seltenen historischen Obstsorten nach Sachsen zurückzuholen und ihren Erhalt dauerhaft zu sichern.

 

 

Um welche Sorten handelt es sich?

Es handelt sich hierbei um Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumensorten wie z.B. Biondecks Frühzwetsche, Violette Jerusalemspflaume, Meroldts Reneklode, Frühe Reneklode (alle vier Sorten galten eigentlich schon als ausgestorben), Goldgelbe Somerrenette, Kleiner Herrenapfel, Herbstparmäne, Freiherr von Hausen, Röthaer Blenheim, Bacheliers Butterbirne, Esperine, Winternelis, Rote Maikirsche, Lommatzsche Glasierte etc.

 

Warum brauchen wir Deine Hilfe?

Insgesamt werden 90 Bäume veredelt. Dabei entstehen Kosten von ca. 9.000 € für die Beschaffung der Edelreiser (zum Teil aus England, Österreich, Schweiz), das benötigte Material wie Hochstämme, Pflanzpfähle, Querlatten, Wühlmausschutz, Anbindmaterial sowie die Pflanzung und den Kronenschnitt durch die Baumschule. Diese Kosten können wir alleine nicht tragen.

Diese Crowdfunding-Aktion wird gemeinsam mit dem BUND Görlitz durchgeführt. Dabei wollen wir von den 9.000 € ca. 2.238 € über Crowdfunding einsammeln.

 

Wer sind wir?

Die Aktion wird durch die Oberlausitz-Stiftung (Ostritz) gemeinsam mit der Regionalgruppe des BUND Görlitz durchgeführt.

Die Oberlausitz-Stiftung wurde im Jahre 2006 von Dr. Michael Schlitt und Bettina Schlitt aus Görlitz errichtet. Inzwischen wirkt Dr. Ulrich Kessler (Görlitz) als drittes Vorstandsmitglied in der Stiftung mit.

Ziel der Stiftung ist der Erhalt historischer Obstsorten. Dabei werden insbesondere Obstsorten aus Sachsen und hier besonders aus der Oberlausitz angepflanzt und dauerhaft erhalten. Zu diesem Zweck hat die Stiftung im Jahr 2006 in Ostritz (Sachsen) eine 2,5 ha große Wiese erworben und dort mehr als 200 hochstämmige Obstbäume unterschiedlicher Sorten angepflanzt. Entstanden ist so ein „Obstsortengarten der Oberlausitz“. Zudem werden von der Oberlausitz-Stiftung vier insgesamt ca. 6 ha große Streuobstwiesen in Ostritz betreut. Auf diesen werden ebenfalls seltene historische Obstsorten angepflanzt und erhalten. Insgesamt umfasst die Ostritzer Sammlung historischer Obstsorten mittlerweile fast 400 verschiedene Sorten, darunter 198 Apfel-, 105 Birnen-, 25 Pflaumen- und 39 Kirschsorten. 238 dieser Obstsorten stehen auf der „Roten Liste 2016“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

 

 

Warum ist der Erhalt historischer Obstsorten so wichtig?

Es lohnt es sich gleich aus mehreren Gründen, historische Obstsorten zu erhalten:

- Für Neuzüchtungen wird ein großer Genpool benötigt.

- Einige der alten Apfelsorten sind deutlich weniger anfällig für Krankheiten wie Obstbaumkrebs, Mehltau oder Schorf. Da niemand weiß, welche Krankheiten es künftig beim Obst gibt, kann es nützlich sein, auf alte Sorten zurückgreifen zu können.

- Die Obstsortenvielfalt bringt auch Geschmacksvielfalt, die für die Zukunft erhalten bleibt.

- Allergiker vertragen oftmals alte Apfelsorten besser. Sie enthalten mehr Polyphenol, das herausgezüchtet wurde, um die Braunfärbung beim Anschnitt der Äpfel zu verhindern. Die Stoffe können jedoch Allergene im Körper binden.

- Auch gegen Klimawandel leisten Streuobstwiesen einen Beitrag. Weil das Wurzelwachstum hier ausgeprägter ist als im Plantagenanbau, sind die Bäume weniger anfällig für heiße oder trockene Wetterlagen.

- Für Insekten, Pflanzen und Vögel bieten Streuobstwiesen gute Lebensbedingungen. Nach Angaben des Landschaftspflegeverbandes können bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten auf so einer extensiv bewirtschafteten Fläche leben.

 

Was wollen wir in diesem Projekt machen?

Um diesen alten Obstsortenbestand zu erhalten, werden weitere 90 Bäume veredelt. Das Veredeln ist ein Sonderfall der vegetativen Vermehrung: Zwei Pflanzen werden zu einer verbunden, indem man ein so genanntes „Edelreis“ oder „Edelauge“ auf eine Unterlage (Wurzel mit Stammstück) setzt. Welche Sorte man z.B. von einem Apfelbaum erntet, hängt also vom verwendeten Edelreis ab. Nach der erfolgreichen Veredelung werden die Obstbäume (alles besonders langlebige Hochstämme) in Ostritz gepflanzt.

 

Wo befinden sich die Streuobstwiesen?

Die Streuobstwiesen befinden sich in Ostritz in der Oberlausitz. Diese Wiesen wurden von der Oberlausitz Stiftung und den anderen Wieseneigentümern zum dauerhaften Erhalt der historischen Obstsorten zur Verfügung gestellt.

 

Was hast Du davon?

Für Eure Unterstützung haben wir uns viele kleine und große Gegenleistungen überlegt. Diese sind alle rechts aufgelistet. Außerdem unterstützt Du dabei den Erhalt historischer Obstsorten. Zudem sind Streuobstwiesen wichtige und artenreiche Biotope für Pflanzen, Insekten und Vögel. 

 

Unterstützt uns bitte, damit wir die Obstsortenvielfalt erhalten können!

Mit dem Erhalt von 90 historischen Obstsorten wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

 

 

* Wir behalten uns vor, unsere Unterstützer/innen zu prüfen und gegebenenfalls vom Vertrag mit einem Unterstützer zurückzutreten.

1.960,00 € 88 % von 2.238,00 € Ziel
24 Unterstützer
Verbleibende Zeit

Erhält das Projekt bis zum 17.11.2019 13:50:07 MEZ mindestens 2.238,00 € wird es finanziert. Ansonsten erhältst du dein Geld zurück.

Gegenleistungen

  • ab 10,00 €
    Dein individuelles Bild des Baumes und der Streuobstwiese *

    Für diesen Betrag erhälst Du Dein individuelles Bild des Baumes und der Streuobstwiese.

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    jetzt unterstützen 89 von 90 verfügbar
  • ab 40,00 €
    Dein persönlicher Eindruck + aktuelles Bild *
    Für diesen Betrag erhälst Du eine persönliche Führung durch den Obstsortengarten sowie ein aktuelles Bild per Mail.
    jetzt unterstützen 90 von 90 verfügbar
  • ab 50,00 €
    persönliche Führung + kulinarische Obstverkostung + Bild der Streuobstwiese *

    Für diesen Betrag erhälst Du eine persönliche Führung, kannst direkt vor Ort an einer kulinarischen Obstverkostung (Äpfel/Birnen/Pflaumen/Kirschen/Saft; je nach Verfügbarkeit) teilnehmen sowie ein Bild der Streuobstwiese.

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    jetzt unterstützen 85 von 90 verfügbar
  • ab 65,00 €
    Eine exklusive Führung mit mehreren Spezialisten des BUND über die Tierwelt der Streubobstwiese *

    Für diesen Betrag erhälst du eine exklusive Führung (ca. 3h) mit mehreren Spezialisten. Hier erfährst Du viel Wissenswertes über die Tierwelt der Streuobstwiese, u.a. Vögel, Schmetterlinge und Bienen. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 beschränkt. Der Termin wird voraussichtlich im Juni 2020 sein.

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    jetzt unterstützen 6 von 10 verfügbar
  • ab 75,00 €
    Dein Name am Baum + aktuelles Bild des Baumes und der Streuobstwiese *

    Für diesen Betrag übernimmst Du die Patenschaft eines Baumes. Mit Deinem Namen am Baum wird die Patenschaft bekundet. Zusätzlich wirst Du auf unserer Internetseite erwähnt und erhälst von uns eine Patenschaftsurkunde.

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    jetzt unterstützen 83 von 90 verfügbar
 

300,00 €

Gabriele Forberg-Schneider
München, Deutschland
 

115,00 €

Familie Musial
Zittau, Deutschland
 

100,00 €

Jens und Petra Schröter
Görlitz, Deutschland
 

100,00 €

Heiderose und Rolf Berndt
Görlitz, Deutschland
 

75,00 €

Karin Hohberg
Görlitz, Deutschland

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