loading

Maximilian Spohr und M.R.
Produzieren diese Crowdfunding Doku über OZ.

TITEL: OZ – THE LEGEND

Ziel dieses Crowdfunding-Projekts ist die Produktion eines zusammenfassendes Portrait, das sowohl kritisch als auch würdigend auf den verstorbenen Künstler eingeht. Sowohl langjährigen Wegbegleiter, der aktiven Sprayer Szene, enge Freunde, Rechtsanwälte, Galeristen, Kunstkritiker und Kollegen, sowie Prominente, kommen zu Wort und teilen uns Ihre Meinung über OZ mit. Der Film wird auf Festivals gezeigt und anschließend in deutscher sowohl auch englischer Version auf DVD und in Museumshops international erhältlich sein.

 

   

   


Funded mit !!! Seid dabei !!! Machts möglich !!!
Jeder kann uns per Webcam oder homevideo seine Gedanken zu OZ mitteilen und so seine ganz persönlichen Spuren auf diesem Film hinterlassen.

oz@netpotato.de


1 JAHR R.I.P. OZ – Remember the Kind of the World

 

   

   


OZ: Graffiti-Sprayer Walter Josef Fischer ist tot. Zum Tode des Sprayers
OZ: Widerstand gegen die Monotonie des Alltags
Ein Nachruf von Kristin Haug
Abgedruckt mit Erlaubnis von Spiegel.de und Journalistin Kristin Haug von Spiegel Online ausdrücklich nur für dieses Crowdfunding Projekt
DPA
Mit seinem tausendfach gesprühten Kürzel OZ setzte sich Walter Fischer auf markante Weise von den Zwängen der Gesellschaft ab und wurde zum bekanntesten Grafitti-Künstler des Landes. Nun ist er gestorben - beim Sprayen.
Es musste immer alles schön sauber sein. Fanatisch sauber. So wollten es die Schwestern im katholischen Waisenhaus. Eine Erzieherin beschimpfte den Jungen immerfort, nannte ihn "Satansbrut". Walter Fischer wusste nicht, warum sie das tat, er verstand auch nicht, warum seine Mutter ihn direkt nach der Geburt ins Säuglingsheim nach Worms gegeben hatte.
Walter Fischer war ein uneheliches Kind, geboren im Jahr 1950 in Heidelberg - hinein ins konservative Nachkriegsdeutschland. "Das war ja 'ne Schande damals, eine Todsünde", sagte Fischer einmal über Kinder, die außerhalb der Ehe auf die Welt kamen. Seine Mutter lernte er niemals kennen.
Niemand wollte das Kind adoptieren, Fischer glaubte, das habe an seinem Aussehen gelegen, schreibt Sven Stillich, der den Hamburger Graffiti-Sprayer für das Buch "Free Oz" porträtierte. Fischer wurde mit einer Gaumenspalte geboren. Mehrmals ließ er sich operieren, doch die OPs misslangen, weshalb sich Fischer nur schlecht artikulieren konnte. Er nuschelte, redete langsam und und stockte immer wieder.

    


Mythos OZ: Sein letzter "tag"
Fischer kritzelte im Waisenhaus manchmal auf Tische und an Wände. Es war ein erster Akt des Widerstands gegen die Sauberkeit und Ordnung, gegen die Monotonie des Alltags und gegen starre Regeln. Niemand war sonderlich an dem Jungen interessiert, vielleicht wollte er deshalb auf sich aufmerksam machen, der Einsamkeit entgegenwirken. In der Erziehungsstätte konnte keiner zuordnen, von wem die Kritzeleien stammten. Später wurden sie ihm tausendfach nachgewiesen - sogar die, die er gar nicht gemalt oder gesprayt hatte. OZ hatte viele Nachahmer.
Er sei der "Marktführer" in Hamburg
Walter Fischer zog Anfang der Neunzigerjahre nach Hamburg. Im Jahr 1995 tauchen die ersten Zeitungsartikel über ihn auf. Sie handeln von einem Sprayer mit dem Zeichen OZ. Er sei der "Marktführer" in Hamburg und auch unter dem Namen "Johnny Walker" bekannt. Walter Fischer galt damals schon mit Mitte 40 als der Rentner unter den Sprayern.
Mehr als 20 Jahre machte Fischer die Hansestadt zu seiner Leinwand. Er besprühte Gullideckel, Stromkästen, Hauswände, S-Bahnen, Denkmäler. Immer wieder taucht sein Tag OZ auf. Wofür es steht, wollte Walter Fischer nie verraten. "Vielleicht heißt es ja nicht OZ, sondern Oli oder Ossi", sagte er mal. Und schob nach, dass es auch etwas ganz anderes bedeuten könnte.
Mehr als 120.000 Mal verewigt er sich in der Stadt, so steht es in zahlreichen Zeitungsberichten, die allerdings auch schon einige Jahre alt sind. OZ sprühte Smileys, Kringel und Spiralen und wollte die Stadt damit bunter machen. Vor allem Kinder wollte er mit seinen Werken zum Lächeln bringen. Die fänden das lustig, die würden sich freuen, sagte der Sprayer einmal.
Er verstand nie, warum sich Menschen über seine Spuren aufregen, er wollte damit doch die Stadt verschönern. Diejenigen, die ihn kritisieren, nannte er "Sauber-Nazis" oder "Sauberkeitsfanatiker". Immer wieder wurde OZ beim Sprayen erwischt. Er hörte nie auf damit. Selbst als Staatsanwälte und Richter im Jahr 2011 einmal mehr über sein Schicksal verhandelten, zog er nachts los und sprühte weiter. OZ war nicht Banksy, der es besser verstand, im Dunkeln zu agieren, Spuren zu hinterlassen, aber spurlos zu verschwinden und verschwunden zu bleiben.
Eine Haftstrafe hätte ihn auch nicht abgehalten, weiterzumachen
Acht Jahre musste der kleine, hagere und hohlwangige Mann insgesamt im Gefängnis verbringen, in einem der letzten Prozesse wurde eine Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung in eine Geldstrafe von 1500 Euro umgewandelt. Ein Gefängnisaufenthalt werde OZ nicht davon abhalten, seiner Kunst nachzugehen, hatte Richter Cornelius Neree vom Landgericht argumentiert.
"Ich kann aufhören, ich will aber nicht", sagte Fischer einmal. Am Donnerstagabend zog er noch einmal los. Zwischen den Haltestellen Hamburger Hauptbahnhof und dem Berliner Tor war er unterwegs und sprayte. Gegen 22.30 Uhr wurde er von einer S-Bahn erfasst und starb. Er wurde 64 Jahre alt.

"Er war ein Rebell, er hat sich selber als kreativen Anarchisten verstanden", sagt der Hamburger Galerist Alex Heimkind, der in der OMZ Art Space Gallery fünf Ausstellungen mit Werken von OZ zeigte. Geld habe für OZ nie eine Rolle gespielt, er habe sehr asketisch gelebt, brauchte nicht viel. Die Antwort darauf, wie er sich das Sprayen leisten konnte, liegt vielleicht in der Szene, die ihn als Idol betrachte. "OZ war jemand, der viele Fans hatte", sagt Heimkind. Einmal schickte jemand sogar ein Bild aus Israel an die Galerie. Auf einer Mauer zu den Palästinensergebieten, hatte einer für den Hamburger Sozialhilfeempfänger ein OZ hingesprayt.
Eine Petition für OZ unterschrieben Bands wie Tocotronic oder Fettes Brot. Fischers Verteidiger Andreas Beuth zitierte sie bei einer Verhandlung. Beuth sagt, Fischer sei sehr schüchtern gewesen, ein Einzelgänger, aber auch ein Widerstandskämpfer, der nicht einsah, warum Werbebotschaften alle öffentlichen Räume zukleistern durften, nicht aber der Mensch. "Für mich war er einer der größten Graffiti-Künstler", sagt Beuth. Er hätte in letzter Zeit aber stark abgebaut, sagt der Anwalt, habe einen Schlaganfall gehabt. Für die Kanzlei sei OZ' Tod ein Schock gewesen. Aber so traurig das auch klinge, sagt Beuth, OZ sei in Erfüllung seines Lebens gestorben.

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Abgedruckt und lediglich verwendet für diese Crowdfunding Kampagne,
Mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH 

Bilder 1-2 Copyright by Maximilian Spohr,

Bilder 3-6,9. Copyright by Andre Röben OZ IN HEAVEN www.ozinheaven.de

Bilder 7,8,10 Copyright  M.R. 

 

 

                                            

 

 * Ich behalte mir vor, meine Unterstützer zu prüfen und gegebenenfalls vom Vertrag mit einem Unterstützer zurückzutreten. 

1 Kommentar

Profil-Bild

am 09.10.2015 um 19:26

DAS GELD WIRD NUR FÜR PRODUKTION, KAMERA, SCHNITT und Geschenke für euch ausgegeben.

Bereits abgelaufen!
325,00 € 3 % von 10.630,50 € Ziel
12 Unterstützer
Leider nicht finanziert!

Dieses Projekt erreichte die benötigte Summe bis zum 08.12.15 MEZ nicht und konnte in 55 Tagen nicht finanziert werden.

Gegenleistungen

  • ab 5,00 €
    Film Downloadlinks und Credits *
    JEDER UNTERSTÜTZER BEKOMMT EIN FILM CREDIT / TITEL sowie einen personifizierten Downloadlink für den Film.
    jetzt unterstützen 1496 von 1500 verfügbar
  • ab 10,00 €
    Einladung zur Premiere in Hamburg *
    Einladug zur Premierenvorstellung in Hamburger Kino
    jetzt unterstützen 496 von 500 verfügbar
  • ab 10,00 €
    OZ POSTCARD SETS *
    Postcard Set mit Oz Motiven zum sammeln und tauschen
    jetzt unterstützen 499 von 500 verfügbar
  • ab 25,00 €
    OZ Film DVD *
    OZ DVD des unterstützten Filmes
    jetzt unterstützen 496 von 500 verfügbar
  • ab 25,00 €
    OZ BASEBALL CAP schwarz *
    OZ-Schriftzug
    jetzt unterstützen 499 von 500 verfügbar
  • ab 30,00 €
    T-shirt OZ *
    OZ-Schriftzug
    jetzt unterstützen 499 von 500 verfügbar
 

50,00 €

Ozinheaven.de Remember the King of the World
Pinneberg, Deutschland
 

35,00 €

Christian Blumenberg
99423, Deutschland
 

35,00 €

Melanie Richter
Kiel, Deutschland
 

25,00 €

Florian Wilken
Hamburg, Deutschland
 

20,00 €

Hannes Holst
Hamburg, Deutschland

Video

Widget vertical

 

Widget horizontal