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Unser erster Kontakt zum Komponisten Schillings entstand anlässlich unseres Liederabends beim Rheinischen Musikfest in Aachen. Wir hatten uns entschieden, einige seiner Lieder in unser Programm aufzunehmen und waren von ihrer Qualität so angetan, dass wir uns auf die Suche nach weiteren Stücken machten. Fündig wurden wir im Dürener Stadtarchiv, das den Nachlass des Komponisten beherbergt. Von da an war der Weg nicht mehr weit zu einem reinen Schillings-Programm und zur Idee einer CD mit seinen Liedern und Klavierstücken.


 

Die CD:

Für die CD haben wir sieben Lieder, zwei Klavierstücke, sowie eines von Schillings bekanntesten Werken, das Melodram "Das Hexenlied" ausgewählt. Die Aufnahmen sollen im April 2017 im Tonstudio "Truenotes Cologne" in Mechernich-Floisdorf stattfinden (Tonmeister: Manfred Dahlhaus). Das fertige Produkt wollen wir dann im Juni / Juli 2017 vorstellen.

 

Dafür benötigen wir die Unterstützung:

Der Betrag für die Kosten setzt sich zusammen aus ca. 4000,- Euro für Aufnahme, Schnitt und Master, sowie ca. 2000,- Euro für die Pressung, Layout und Verpackung. Dazu kommen die Gebühren für Visiobakery.

 

Link zum Tonstudio "Truenotes Cologne"

Die folgenden Lieder haben wir im Januar 2017 aufgenommen. Sie werden auch auf der CD zu hören sein (zum Hören bitte anklicken):

 

Wie wundersam, op.2 Nr.3

 

Julinacht, op.2 Nr.2

 


 

Unser Duo:

Wir, das sind die Altistin Anna Fischer und der Pianist Theo Palm arbeiten seit dem Sommer 2000  als festes Liedduo zusammen.
Neben der klassisch-romantischen Literatur legen wir bei unserer Programmauswahl Wert auf das Wieder- und Neuentdecken vergessener oder unbekannter Komponisten wie beispielsweise Norbert Burgmüller, Max von Schillings oder Felix von Weingartner. Ebenso gehören Werke des 20. Jahrhunderts
( u.a. eigens für das Duo geschriebene Stücke ) zum festen Repertoire. Cembalo und Orgel als Begleitinstrumente bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Alte Musik stilgerecht aufzuführen. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland sind Beleg hierfür ( u.a. „Rassegna Organistica Giuseppe Zelioli 2004 – 2009 – 2011“ in Italien, Rheinisches Musikfest Aachen, Liederhalle Stuttgart, Stolberger Musiksommer, Moerser Musiksommer, Remisenkonzerte Burg Wissem, Aachener Dom u.a. ). Außerdem haben wir als Duo an verschiedenen Meisterkursen teilgenommen, so u.a. bei Irwin Gage ( Sommer 2001 ), Sarah Walker ( im Rahmen des Europäischen Musikfestes Stuttgart 2002, Leitung Helmuth Rilling ) und Ingeborg Danz ( Cantabonn 2003 ).

Webseite Duo Fischer-Palm

Webseite Anna Fischer

Webseite Theo Palm

 


 

„Geht beten, Brüder, und richtet nicht!“


Max von Schillings...? Man erinnert sich seiner -falls überhaupt noch- in erster Linie als Präsident der Berliner Akademie der Künste, wo er maßgeblich am Ausschluss jüdischer und „nicht angepasster“ Mitglieder beteiligt war. Vielleicht auch an Hitlers Angebot, ihn als „Musikpapst von Deutschland“ das musikalische LebeMax von Schillings, Foto von Nicola Perscheidn im nationalsozialistischen Sinne neu orden zu lassen, was Schillings aber kurz vor seinem Tod 1933 ablehnte.
Max von Schillings also ein strammer Erfüllungsgehilfe der Nazis, oder ein konfilktscheuer Mitläufer, der als der „diplomatische Max“ bemüht war, es allen recht zu machen? Auch die Lebensläufe von Wilhelm Furtwängler, Richard Strauss, Hans Pfitzner oder Gottfried Benn stellen uns vor ähnliche Fragen...
Schillings war alles andere als ein Sympathisant der jungen Weimarer Republik, war antisemitisch und deutschnational eingestellt, seine aristokratische Welt mit der deutschen Niederlage 1918 zusammengebrochen. Wie viele andere seiner Generation verband er mit Hitlers Machtergreifung die (trügerische) Chance, verloren gegangene Werte und Anerkennung wieder zu finden. Die Katastrophe erlebte Schillings durch seinen Tod 1933 nicht mehr, und es bleibt die Frage, ob ihm die Entwicklung nach 1933 die Augen geöffnet hätte. Ebenso müßig ist es, darüber zu spekulieren, ob es in erster Linie Schillings politische Rolle und Einstellung waren, die ihn heute zu einem unter vielen vergessenen Komponisten gemacht haben. Dabei war er zu seinen Lebzeiten hoch angesehen und wurde als einer der hoffnungsvollsten Nach-Wagnerianer in einem Atemzug mit Richard Strauss oder Hans Pfitzner genannt.

Max von Schillings Werke unterliegen oft dem Verdacht des Epigonentums. In der Tat können sie eine gewisse Nähe zu Wagner oder Richard Strauss nicht leugnen. Schillings verfügte – positiv ausgedrückt – über die Möglichkeit, sich unterschiedlichen Stilen virtuos anpassen zu können, viele seiner sinfonischen Werke und Opern glänzen darüber hinaus mit einer brillanten Instrumentation. Hier machen sich seine Erfahrungen als bedeutender Dirigent und Intendant bemerkbar. Wer aufmerksam und unvoreingenommen sucht, wird aber auch einen eigenen „Schillings-Stil“ finden, wie etwa in den späten Klavierstücken op.36.

Neben einer in unsäglichem Nazi-Pathos geschriebenen Biografie von Wilhelm Raupp, deren Veröffentlichung Schillings Witwe Barbara Kemp zu verhindern versuchte, gibt es Literatur zur Person Schillings, die um eine sachlich fundierte Einordnung bemüht ist. An erster Stelle ist hier der Band „Deutsche Kunst, deutsche Nation - Der Komponist Max von Schillings“ von Christian Detig zu nennen (1998), ebenso Dieter Kühns Essays „Löwenmusik“ (1979), in denen Max von Schillings ein Kapitel gewidmet ist.
Die Annäherung an den Menschen Schillings bleibt schwierig, vielleicht steht am Ende die Erkenntnis, zu der der Abt im Melodram „Das Hexenlied“ kommt: „Geht beten, Brüder, und richtet nicht!“

 

Literatur zu Max von Schillings:
Christian Detig: Deutsche Kunst, deutsche Nation – der Komponist Max von Schillings. Kassel: Bosse 1998 (= Kölner Beiträge zur Musikforschung, Bd. 201)
Dieter Kühn: Max von Schillings. In: Ders., Löwenmusik: Essays. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1979 (edition suhrkamp 984)

Bildnachweis:
Max von Schillings: Foto von Nicola Perscheid
Studio-Foto: Theo Palm
Duo-Fotos: Herby Sachs (Vielen Dank für die tolle Foto-Session!)

 

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Stolberg, Deutschland
 

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Swisttal, Deutschland
 

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Georg Berretz
Eschweiler, Deutschland
 

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J & C Kantner
Köln, Deutschland

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