Crowdfunding Interview: NORDBAHNHOF OPENING

By 11. September 2015 Allgemein No Comments

Erzählt uns doch kurz was zur Geschichte des Erfurter Nordbahnhofs! Wie ist die Idee entstanden aus dem alten Bahnhof einen Ort für Kultur und Veranstaltungen zu machen?

Der Woodstock Recordstore ist ein Plattenladen der bereits seit Jahrzehnten in Erfurt existiert und unsere Gruppe um den Nordbahnhof Verein besteht schon seit längerem, in verschiedener Zusammensetzung. So haben wir im alten Woodstock Recordstore, aber auch in anderen Orten von Erfurt Konzerte und andere Kulturveranstaltungen organisiert. Und als Joschi, der Besitzer vom Plattenladen, dann den Traum hatte, einen eigenen Ort voll Musik und Kultur zu etablieren, waren wir sofort dabei! Wir gründeten den Nordbahnhof e.V. und begannen neben dem Vereinsaufbau auch den Veranstaltungsort zu planen.

Im Nordbahnhof gibt's gute Musik

Im Nordbahnhof gibt’s gute Musik

Welche Art von Veranstaltungen können wir zukünftig im Nordbahnhof erwarten?

Wir möchten uns das Genre oder die Art von Veranstaltungsformaten wirklich so frei wie möglich halten. Da wir alle aus unterschiedlichen musikalischen Einflüssen kommen können wir uns von Singer-Songwriter-Konzerten über Hiphop bis hin zu Jazz musikalisch vieles vorstellen. Es sollen aber unbedingt auch Ausstellungen, Lesungen oder Filmvorführungen veranstaltet werden.

Warum habt Ihr Euch für Crowdfunding als Finanzierungsmethode entschieden und was wollt Ihr mit Eurer Kampagne finanzieren?

Wir haben schon oft vom Crowdfunding gehört und auch befreundete Kulturprojekte nutzten in der Vergangenheit diese Finanzierungsmöglichkeit. Da ein Vereinsmitglied persönlich bereits Erfahrungen damit gemacht hat, lag es dann nahe dies auch für den Nordbahnhof zu nutzen.

"Wir wollten ein Video, das nicht dem konventionellen Hilfeschrei-Video entspricht und haben die Metapher des Sports genutzt um zu zeigen wie wir bis jetzt geschuftet haben."

− Lisa Hilpert vom Nordbahnhof e.V.

Wie habt Ihr Euch auf das Crowdfunding vorbereitet?

Ausstellungsraum im Nordbahnhof

Ausstellungsraum im Nordbahnhof

Wir haben uns in einer kleineren Gruppe zusammengesetzt und das Projekt geplant. Den Zeitraum in dem das Projekt laufen soll, welche Gegenleistungen wir anbieten wollen, wie wir unser Projekt und unser Vorhaben beschreiben und auch einen Zeitplan aufgestellt, in welcher Woche wir welche Kanäle nutzen um das Crowdfunding zu verbreiten.

Wie ist die Idee zu Eurem Projektvideo entstanden?

Da wir in unserem Verein Filmemacher haben, konnten die sich etwas ausleben. Wir wollten ein Video das nicht dem konventionellen Hilfeschrei-Video entspricht und haben die Metapher des Sports genutzt um zu zeigen wie wir bis jetzt geschuftet haben. ☺

Was habt Ihr bisher gelernt und welche Tipps & Tricks habt Ihr für zukünftige Crowdfunder?

Wir haben gelernt, dass allein durch das Crowdfunding schon so viele Menschen auf das Projekt an sich aufmerksam gemacht wurden. Durch unsere Werbung für die Crowdfunding Aktion, haben wir gleichzeitig für den Nordbahnhof schon einige Unterstützer finden können. Das ist toll! Gelernt haben wir, dass man, um ein erfolgreich laufendes Projekt zu haben, wirklich einiges im Vorfeld vorbereiten muss und am besten auch während der Laufzeit immer aktiv bleibt.

"Die Füße in die Gera halten, im „Green Republic“ einen Burger essen und von dort in die Straßenbahn steigen"

− Lisa Hilpert vom Nordbahnhof e.V.

Wie geht es für Euch und den Nordbahnhof nach der Funding-Phase weiter?

Wir wollen, nach einem erfolgreichen Abschluss, so zügig wie möglich die letzten Erfordernisse besorgen und den Club- und Veranstaltungsraum in den letzten Zügen gestalten. Im November soll es nämlich am besten schon mit der ersten Veranstaltung losgehen.

Habt Ihr zum Schluss noch einen Insider-Tipp für Erfurt für uns? Was darf man auf keinen Fall verpassen, wenn man als Nicht-Erfurter in die Stadt kommt?

Mit einem Coffee to-go aus dem „Hilgenfeld“ oder „Peckhams“ über die Marktstraße zur Krämerbrücke. Die Füße in die Gera halten, im „Green Republic“ einen Burger essen und von dort in die Straßenbahn steigen um in den Nordbahnhof zu fahren und sich dort Stunden mit Musik hören und Platten kaufen beschäftigen.

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