Helft mit: „Der schwarze Nazi“ in möglichst viele Kinos bringen!

„Ein Stück Gegenkultur zur aggressiv aufgeladenen Stimmung gegen Migranten“ – Die jüngsten Angriffe gegen geflüchtete Menschen in Clausnitz haben gezeigt, dass wir genau das dringender brauchen denn je. Die Film-Groteske „Der schwarze Nazi“ kommt deshalb genau zur richtigen Zeit. Sie bietet nicht nur feinsinnigen Witz, sondern will aufrütteln und etwas verändern in unseren Köpfen und Herzen. Mehr als 380 Menschen haben im Jahr 2014 bereits per Crowdfunding bei der VisionBakery mitgeholfen, die Dreharbeiten zu realisieren. Dieses Wochenende feiert das Team nun gemeinsam mit Schauspielern, Unterstützern und Freunden in der Leipziger Schaubühne Lindenfels interne Premiere. Doch damit Film in möglichst viele Kinos kommt, ist jetzt nochmal dringend Unterstützung gefragt!

 

 

Eigentlich ist der Kongolese Sikumoya bestens integriert. Er liebt die Werke von Schiller und Goethe, hat bereits eine deutsche Freundin und besucht fleißig den Einbürgerungskurs, um als ehemaliger politischer Flüchtling die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen. Doch jenseits aller Bemühungen wird er immer wieder mit dem Rassismus und der Ablehnung seiner Mitmenschen in Deutschland konfrontiert. Bis es ihm eines Tages alles zu viel wird:  Er fällt ins Koma und erwacht als der perfekte Deutsche. Wie der Zufall es will, wird ihm kurz darauf eine Stelle als „Integrationsbeauftragter“ der fiktiven NPO (Nationale Partei Ost) angeboten. Als „nationaler Afro“ soll er dazu beitragen, der Partei, die kurz vor einem Verbot steht, wieder eine reine Weste zu verpassen. Doch schnell wendet sich das Blatt. Mit seinem vielfältigen Wissen über die deutsche Kultur und seiner Radikalität überholt Sikumoya seine neu gewonnenen sächsischen Kameraden nicht nur von rechts, sondern stellt sie am Ende selbst als „Undeutsche“ bloß. Nachdem alle Argumente entkräftet sind, entlarvt sich schließlich der geballte plumpe Rassismus, als eigentlicher Kern der rechtsnationalistischen Weltanschauung.

Zwischen schwarzem Humor und Ernsthaftigkeit ist es dem Filmteam gelungen, eine packende Geschichte zu entwickeln, die trotz ihrer Absurdität fast erscheint, als hätte sie sich tatsächlich so begeben können. Und wenn auch Umkehrung sowie Satire die zentralen Stilmittel der Groteske sind, so bleibt das mulmige Gefühl, dass der Film doch viele der traurigen Wahrheiten allzu deutlich macht, denen Menschen ausgeliefert sind, die aus Krisengebieten zu uns kommen und mit denen wir gerade immer mehr in den sozialen Netzwerken und Nachrichten konfrontiert werden.

Umso wichtiger erscheint es uns von der VisionBakery, das Filmteam dabei zu unterstützen, dass Der schwarze Nazi“ in möglichst viele Kinos in ganz Deutschland kommt. Nicht nur in große Städte, sondern gerade in die kleinen Orte, die im Moment so viele beschämende Schlagzeilen machen. 5.000 Euro hat sich die Cinemabstruso-Gruppe als neues Crowdfunding-Ziel gesetzt, um Gebühren zu bezahlen, Filmplakate zu drucken und andere notwendige Investitionen zu tätigen. Wer mithilft, darf sich nicht nur über tolle Gegenleistungen, wie Requisiten, Kostüme und Tickets freuen, sondern leistet einen kleinen aber wichtigen Beitrag dazu, dass sich etwas ändert. Entscheidend ist schließlich, dass der Film nicht nur von einem bereits aufgeklärten Publikum gesehen wird, sondern dass er tatsächlich den ein oder andere „besorgte Bürger“ erreicht und zum Nachdenken bringt.

 

 

In Leipzig wird der Film übrigens ab April 2016 in die Kinos kommen. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

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