Sammy Eggers von SAM ENTERTAINMENT, gemeinsam mit dem Künstlerduo Blum & Rohm möchten er DAS Bühnenstück gegen Rassismus und Antisemitismus nach Berlin holen: Annes Kampf

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Erzählt uns kurz etwas zu “Annes Kampf“. Wer seid ihr und wie ist die Idee dazu entstanden?
Für Adolf Hitlers „Mein Kampf“ liefen die Urheberrechte aus und daher konnte dieses Machwerk wieder herausgegeben werden. Prompt schoss die Neuausgabe auf Platz 1 der Bestsellerlisten. Bedenklich. Zusammengenommen mit dem Erstarken rechter Populisten und der Zunahme rechtsradikaler Übergriffe auf Flüchtlinge in Deutschland und Europa fühlte sich das Duo „BLUM & ROHM“ genötigt, etwas zu tun. Da es sich bei „BLUM & ROHM“ aber um Künstler handelt, Guido Rohm ist Schriftsteller (PEN-Mitglied) und Marianne Blum Kabarettistin und Sängerin, haben sie mit ihrem Stück einen Weg gefunden, klar Position zu beziehen und die gesellschaftlich wichtige Message gegen Rassismus kraftvoll, aber auch künstlerisch gekonnt unter die Leute zu bringen.

Was ist das Besondere an diesem Stück?
Ausgewählte Passagen aus „Mein Kampf“ treffen auf Tagebucheinträge von Anne Frank. Sofort werden zwei Dinge klar: 1. Viele Textstellen aus „Mein Kampf“ werden heute zum Teil dem Sinn nach, oft aber sogar wörtlich von Rassisten wieder verwendet, die Argumente der neuen Rechten waren alle so schon mal da! 2. Eben diese rassistischen Ideen und Argumente haben zu Annes Leid geführt, es verursacht. Man begreift diese Zusammenhänge durch das direkte Aufeinanderprallen dieser Texte unmittelbar und ohne dass man darüber mit erhobenem Zeigefinger theoretisch belehrt wird. Man fühlt es. Dazu kommen die jiddischen Liedern aus dem Ghetto und dem KZ, Durchhalteschlager aus der Zeit und eine Siegfried-Arie – alles live gesungen werden. Dieses Gesamtpaket macht das Programm emotional so effektiv. Erwachsene kamen nach den Vorführungen auf uns zu und gestanden ihre Erschütterung, Jugendliche sagten uns, dass sie den „Lehrstoff so noch nie gefühlt hätten“! Das bedeutet, das Stück wirkt. Genau deshalb muss es an so viele Theater und vor allem Schulen wie möglich.

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Warum habt ihr euch für Crowdfunding als Finanzierungsmethode entschieden?
Wir wollen das Stück groß lancieren, damit es wahrgenommen wird. Dazu braucht es eine ausgewachsene Werbekampagne und eine große medienwirksamen Aufführung an einer renommierten Spielstätte mitten in der Hauptstadt. Schließlich sollen es dort auch die verantwortlichen Politiker, Schulamtsleiter, Schulleiter, Theaterleiter, Presseleute etc. sehen, um es anschließend weiterzuverbreiten. Da wir mehr Idealismus als finanzielle Ressourcen haben, brauchen wir dafür Unterstützung. Nicht zuletzt kostet ein großes Theater auch Miete. Die Urania, mitten in Berlin gelegen und mit der programmatischen Ausrichtung Wissensvermittlung auf unterhaltsame Weise zu betreiben, passt wie kaum ein anderes Theater zu dem Programm und ist daher unser Ziel.
Da das Thema derzeit so aktuell ist und auch die antisemitischen Übergriffe wieder zunehmen, sind wir mit dem Programm hart am Puls der Zeit. Wir hoffen daher, ausreichend Menschen mobilisieren zu können, denen die Themen Antidiskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Rechts-Populismus wichtig sind und die uns helfen, das Projekt im Interesse aller umzusetzen. Die Zeit ist reif dafür.

Wie habt ihr euch auf die Kampagne vorbereitet? 
Wir haben kalkuliert, was wir benötigen, um eine Werbekampagne zu lancieren, die auch tatsächlich dazu führt, den Humboldtsaal der Urania in Berlin voll zu besetzen (860 Plätze!) Danach haben wir überlegt, welche Gegenleistungen wir für unsere Unterstützer zusammenstellen können, um das Helfen noch attraktiver zu machen, und wir haben mit Hilfe von dem jungen Filmemacher Arthur Blum (der uns gratis unterstützt hat!) einen – wie wir finden – extra tollen Werbefilm hier in Berlin gedreht, an allen Orten, an denen alte und neue rechte Politik und die Verfolgung von Menschen aus rassistischen Gründen eine Rolle spielt.

Wenn euer Projekt erfolgreich finanziert wird, was können wir zukünftig von euch erwarten?

Wir unterschreiben sofort den Vertrag mit dem Theater und stellen eine Werbekampagne auf die Beine, die man sogar in Berlin nicht übersehen kann. Auf dass „Annes Kampf“ erfolgreich ist!

HIER KANNST DU UNTERSTÜTZEN!

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