Tipps und Tricks: Gegenleistungen (Teil 1)

Crowdfunding basiert auf dem Prinzip von “Geben und Nehmen”. Das bedeutet, dass die Finanzierung eines Vorhabens über die Crowd keine Einbahnstraße ist, sondern immer in beide Richtungen geht. Für Geld werden sogenannte Gegenleistungen angeboten. Diese unterscheiden sind in der Art je nach der genutzten Crowdfunding Ausrichtung. Auch trifft man auf den zahlreichen Plattformen unterschiedliche Namen an. So können sie Reward, Dankeschön, Pledge oder eine andere Bezeichnung tragen. Im folgenden Text werden die Namen durch die Bezeichnung Gegenleistung vereinheitlicht und für die Ausrichtung reward-based Crowdfunding beschrieben.

Gegenleistungen werden durch einen Inhalt und einem Wert beschrieben und zum Teil durch eine Anzahl begrenzt. Das bedeutet, die Gegenleistung wird durch einen Text eindeutig beschrieben, welcher durch ein Bild, Video oder Sound verstärkt werden kann. Zusätzlich wird ein Gegengenwert festgelegt, den ein Unterstützer erbringen muss, um die Gegenleistung zu erhalten. Die Anzahl zeigt an, wie oft eine Gegenleistung angeboten wird.

   

Faktor Zeit

Bei der Planung  einer Gegenleistung und der gesamten Crowdfunding Projektseite spielt der Faktor Zeit und die Optimierung darauf eine wichtige Rolle. Damit ist nicht gemeint, wie schnell man in der Lage ist, eine Gegenleistung zu entwerfen, sondern der Großteil der Besucher kommt mit einer begrenzten Aufmerksamkeitsspanne auf eine Crowdfunding Seite und verlässt diese, wenn er bei seinem ersten Blick nicht das Gefühl, hat alle Inhalte schnell erfassen zu können. Auch bricht ein Besuch ab, wenn er in einem für ihn angemessen Zeitraum nicht zum Abschluss gelangt. Mit Abschluss ist die Erfassung des Projektinhaltes, der Identifizierung einer Gegenleistung und die Durchführung der Registrierung und des Bezahlvorgangs gemeint. In der Regel sollte man davon ausgehen, dass als angemessen ein Zeitraum unter 10 Minuten gilt.

        

Zielgruppe

Zum Beginn der Planung der Gegenleistungspakete sollte die Zielgruppe des Crowdfunding definiert werden. Dadurch ist es möglich, die passende Ansprache zu finden und der Zielgruppe attraktive Pakete anzubieten. Ist die Zielgruppe bekannt, sollte beachtet werden, dass es innerhalb dieser die Gruppen emotionale Unterstützer und Shopper gibt. Beide Unterstützergruppen sind in der Meinung vereint, dass sie das Crowdfunding ansprechend und wertvoll finden. Sie besitzen aber unterschiedliche Bedürfnisse. Emotionale Unterstützer sind in der Regel Freunde, die Familie oder Personen, welche sich stark mit der Idee des Crowdfundings identifizieren können. Shopper sind Personen, die durch einzigartige und außergewöhnliche Gegenleistungen angesprochen werden und oder die Dynamik eines Crowdfunding reizvoll finden. Für sie ist der Erhalt der Gegenleistung ein wichtiger Faktor, welcher gezielt zur Steigerung der Erfolgswahrscheinlichkeit des Crowdfunding genutzt werden kann. Der jeweilige Anteil der Unterstützergruppe ist stark vom Inhalt des Crowdfundings abhängig. So werden soziale Projekte vermehrt Emotionale Unterstützer aufweisen, wogegen Crowdfunding-Vorhaben, die die Erstellung eines neuen Konsumgutes zum Inhalt haben, vermehrt Shopper ansprechen.

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