Erzählt uns kurz etwas zum Kulturhaus der Eisenbahner.

Das Kulturhaus der Eisenbahner wurde vor 64 Jahren erbaut, um für die Mitarbeiter*innen des RAW und deren Familien eine lebendige Kultur zu ermöglichen und genau in diesem Sinne wollen wir es, wie bereits vor uns die Familie Otto, zukünftig für die breite Öffentlichkeit betreiben. Es verfügt über diverse Räume mit verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten, wodurch wir sehr vielseitig agieren können.

     

Was hat euch bewogen das Haus betreiben zu wollen?

Im ersten Augenblick waren es die Fotos auf einer Immobilienplattform im Internet. Sie zeigten eine wunderschöne Bühne und viel Grünfläche. Nach einem Besuch vor Ort, waren wir von der puren Schönheit der Räumlichkeiten verzaubert und hatten sogleich tausend Ideen, was wir dort von unseren lang gehegten Träumen alles realisieren könnten.

Warum habt ihr euch für Crowdfunding als Finanzierungsmethode entschieden?

Seit Februar 2018 versuchen wir, eine kreditbasierte Finanzierung zur Rettung des Kulturhaus der Eisenbahner mit regionalen Banken realisiert zu bekommen. Die Menschen, mit denen wir gesprochen haben, waren stets überzeugt von unseren Fähigkeiten, dem Netzwerk und einer Zukunft des Projektes. Doch sind wir stets an den Analysten der Banken gescheitert, die uns und unsere Energie nie persönlich erlebt haben. Ein Kulturbetrieb mit nachhaltigem Ansatz und einer Vielzahl an sozialen Projekten hat erwartungsgemäß keine massiven Gewinne zu verzeichnen und somit kaum Chancen bei Menschen, die berufsbedingt in Zahlen denken müssen.

    

Das Konzept des Crowdfunding interessiert Menschen, die sich zwar ebenso mit Verstand, aber vor allem mit Herz, für Projekte interessieren, die aus genannten Gründen einen schweren Stand bei Standardfinanzierungen haben. So haben wir als große Gemeinschaft die Möglichkeit, Visionen wahr werden zu lassen und dabei das eigene Risiko verhältnismäßig gering zu halten.

Für unser Projekt ist es die letzte Chance, weil bereits diverse Käufer in den Startlöchern stehen, die es jedoch nicht gut mit der kulturellen Zukunft des Hauses meinen.

Wie habt ihr euch auf die Kampagne vorbereitet?

Um ehrlich zu sein, hat uns der Zeitdruck durch die konkurrierenden Investoren keine große Wahl gelassen, weitere Workshops oder Seminare zum Thema Crowdfunding wahrzunehmen. Zudem hat die Organisation des Suhler StraßenTheater Festivals in den letzten Wochen und Monaten viele zeitliche Ressourcen in Anspruch genommen.

Auch wenn es blauäugig anmutet: Wir haben das Video, während unserer Nachtwache, beim Aufbau des Suhler StraßenTheater Festivals, zusammen mit zwei unserer Lieblingsmenschen fertig geschnitten und es zum erstmöglichen Zeitpunkt gepostet. Die sehr gute Referenz des Festivals, war eine gute Grundvoraussetzung und so hat unser Anliegen zunächst Verbreitung über unser soziales Netzwerk gefunden, um in kurzer Zeit einen recht guten Start hinzulegen.

Inzwischen hatten wir die ersten Interviews mit verschiedenen Medien, was so fortgesetzt wird. Auch werden wir noch viele Multiplikatoren ansprechen und hoffen aufgrund unseres Künstler*innen- Netzwerks auf großflächige Verbreitung in den Reihen kulturell interessierter Menschen.

Als nächstes werden wir möglichst alle kulturellen Institutionen, sowie Firmen und Prominente in Meiningen ansprechen, denn auch dazu hatten wir noch keine Zeit. Es wird – sprichwörtlich – eine knappe Kiste, aber wir sind zuversichtlich!

Wenn euer Projekt erfolgreich wird, was können wir zukünftig von euch erwarten? 

Das Kulturhaus der Eisenbahner soll ein Haus der offenen Begegnung und nachhaltiger Bildung sein, in dem Kunst und Kultur kreiert, gefördert und dargeboten wird. Wir wollen eine neue Kultur des Miteinanders erschaffen und möglichst vielen Menschen eine Plattform bieten, sich ohne große Einstiegsbarrieren selbst zu verwirklichen.

Zudem wollen wir Veranstaltungen organisieren, die es so in der gesamten Region nicht gibt und zu niemandem in Konkurrenz stehen. Hier sollen unsere Gäste den Alltag für eine Weile hinter sich lassen und vor allem mit einem Lächeln, sowie positiv gestimmt, nach Hause gehen können.

Das alles soll im Einklang mit unserem Umfeld geschehen. Mit unserem Potential wollen wir die gesamte Region bereichern und auch darüber hinaus Netzwerke bilden und erweitern.

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